2.6 Vorkaufsrechte
Einsatzbereich und Nutzen
Im Rahmen einer jeden Grundstücksveräußerung hat die Kommune unter begründeten Umständen ein Vorkaufsrecht (VKR), indem sie in einen geschlossenen Kaufvertrag
als Erwerber eintreten kann. Falls dieses Vorkaufsrecht nicht ausgeübt werden soll, stellt die Kommune innerhalb einer Frist ein Negativattest aus. Das gesetzliche Vorkaufsrecht der Gemeinden ist in erster Linie ein städtebauliches Instrument zur Sicherung der Bauleitplanung.
Zusätzlich bedürfen Grundstücksgeschäfte auf dem Gebiet der neuen Bundesländer der Genehmigung gemäß der Grundstücksverkehrsordnung GVO. Zur Vergewisserung, ob vermögensrechtliche Ansprüche
zu einem Grundstück vorliegen, hat der Verfügungsberechtigte entsprechend der GVO ein
Negativattest bei der zuständigen Stelle zur Abwicklung offener
Vermögensfragen zu beantragen, in dessen Landkreis bzw. kreisfreien
Stadt das Grundstück liegt.
Dieses Negativattest ist Voraussetzung für die Grundstücksverkehrsgenehmigung.
Diese Lösung unterstützt die zuständigen Sachgebiete bei der effektiven VKR- und GVO-Vorgangsbearbeitung der kreisangehörigen und kreisfreien Kommunen und ist nahtlos in das GIS integriert.
Funktionsübersicht
Kartieren
- Manuelles Kartieren bzw. Kennzeichnen von VKR- und GVO-Vorgängen auf der ALK entfällt:
- Statt dessen Automatisches Kartieren auf der ALK bei Eröffnung eines neuen VKR- bzw. GVO-Vorganges.
- Danach erfolgt automatisch die farbliche Anpassung anhand des Bearbeitungsfortschrittes.
Sachbearbeitung, Auskunft
- Ereignismanager zur Unterstützung der Vorgangsbearbeitung unter anderen mit diesen voreingestellten Arbeitsschritten:
- Bearbeitung Vorkaufsrechte VKR
- Eröffnung neues VKR-Verfahren
- Einstieg in laufendes VKR-Verfahren
- Zuordnen von Personen
- Ämterbeteiligung
- Ausübung Vorkaufsrecht
- Gebührenerhebung
- Negativattest / Grundstücksverkehrsgenehmigung
- Wiedervorlage
- Bearbeitung Genehmigung nach Grundstücksverkehrsordnung GVO.
- Eröffnung neues GVO-Verfahren
- Einstieg in laufendes GVO-Verfahren
- Zuordnen von Personen
- Beteiligung Vermögensämter
- Positivattest
- Gebührenerhebung
- Negativattest / Grundstücksverkehrsgenehmigung
- Wiedervorlage
- Bearbeitung Vorkaufsrechte VKR
- Suchen, recherchieren, informieren, Auskunft:
- Verfahrensinformation über Adresse (Verfahren an Adresse / im Umfeld einer Adresse).
- Gezielte Suche nach Verfahrenstypen VKR / GVO
- Gezielte Suche nach Aktenzeichen etc.
- Verfahrens-Überblick als Report
- Arbeitsschritt-Historie als Report der bisher ausgeführten Arbeitsschritte im Verfahren.
- Komplettreport mit allen Verfahrensdaten
- Reports zu einzelnen Verfahrensschritten
Arbeitsvorbereitung, Administration
- Individuelle Erweiterung des Datenmodells mit zusätzlichen Eingabefeldern, Suchkriterien etc.
- Erweitern des Ereignismanagers zur Unterstützung der Vorgangsbearbeitung um individuelle Arbeitsschritte.
- Erstellen individueller Reports und Listen.
- Erstellen individueller Verfahrensschritt-Vorlagen im Ereignismanager.
- Erstellen individueller Verfahrensschritte im Ereignismanager.
Besonderheiten und Hinweise
Die Lösung ist mehr als "nur" Vorgangsbearbeitung, denn sie ist nahtlos
in das GIS integriert:
Bei Eröffnung eines neuen Vorganges erfolgt das automatische Kartieren
einer Vorgangskennzeichnung auf den betreffenden Flurstücken auf der ALK
bzw. auf ALKIS.
Da alle anderen Gaja®Matrix-Verfahrenslösungen ebenfalls
über diesen Automatismus verfügen, entsteht eine spezielle Fachkarte mit
optischen Hinweisen auf alle Verfahren, die auf einem Flurstück, im
Umfeld eines Flurstückes oder einem beliebigen anderen Gebiet vorkommen.
Über die Farbe der grafischen Verfahrens-Kennzeichnung ist außerdem
erkennbar, ob der jeweilige Vorgang z. B. gerade in Bearbeitung oder
bereits abgeschlossen ist. Die Farbanpassung nimmt das Programm anhand
der Vorgangssachbearbeitung ebenfalls automatisch vor.
Das ist ein
wichtiger Beitrag zur Rechtssicherheit, denn nun können Fehler durch
lückenhafte Kenntnis evtl. relevanter Umstände "rechts oder links"
besser als bisher vermieden werden.
Die Grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung
werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über
den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie
und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz,
Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf
interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.
