13.4 GPS-Koordinatenverarbeitung
Einsatzbereich und Nutzen
GPS (Global Positioning System) ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung und Zeitmessung. Es wurde in den 1970-er Jahren vom US-Verteidigungsministerium für militärische Zwecke entwickelt und ist seit Mitte der 1990-er Jahre voll funktionsfähig. Seit der Abschaltung der künstlichen Signalverschlechterung im Mai 2000 stellt GPS auch für zivile Zwecke eine Ortungsgenauigkeit in der Größenordnung unter 10 m sicher. Die Genauigkeit lässt sich durch Differenzmethoden auf Zentimeter steigern, für spezielle Anwendungen in der Geodäsie lassen sich auch noch genauere Messungen erzielen. GPS hat sich als das weltweit wichtigste Ortungsverfahren etabliert.
- Mit Hilfe dieser Lösung können die Ergebniskoordinaten von GPS-Vermessungsgeräten nach Gaja®Matrix übernommen und weiterverarbeitet werden.
Speziell für GPS-Geräte von Trimble wurde unter zusätzlicher Nutzung des Gaja®Matrix Werkvorschriftenumsetzers ein kompletter Workflow zur Vermessung von Objekten in Trinkwasserversorgungsnetzen mit einer Genauigkeit von unter 30 cm (Baggerschaufelgenauigkeit) praxisgerecht definiert. Der etablierte Arbeitsablauf umfasst die eigentliche GPS-Vermessung mit Trimble-GPS-Technik, die offline-Datenverbesserung, die Übernahme der Ergebnisdaten in die Lösung Trinkwassernetze, das Auftragen der Vermessungskoordinaten und das Interpretieren der Vermessungscodes bis hin zum automatisierten Aufbau der mit GPS vermessenen Trinkwassernetzlogik.
