3.1 Flächennutzungsplan (XPlanung)
Einsatzbereich und Nutzen
Im Flächennutzungsplan wird für das gesamte Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in den Grundzügen dargestellt. Damit ist der Flächennutzungsplan ein vorbereitender Bauleitplan. Der Flächennutzungsplan ist für die Kommune, für Behörden und sonstige öffentliche Stellen bindend und bei konkreten Planungen (in der Regel sind dieses die Bebauungspläne) zu beachten. Rechtskonforme Flächennutzungsplanung ist eine kommunale Pflichtaufgabe.
Darüber hinaus stellt der Gesetzgeber mit der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie zur Schaffung einer GeoDatenInfrastruktur in geltendes Recht hohe gesetzliche Anforderungen an die Interoperabilität von Geodaten zwischen den am Prozess der Erstellung und Nutzung von Flächennutzungsplänen beteiligten Institutionen.
Mit der Einführung von Gaja®Matrix können sich die Anwender als moderne und innovative Bauleitplaner bei der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie (ebenfalls Pflichtaufgabe) positionieren. Die Lösung unterstützt mit seinen Planungswerkzeugen und Schnittstellen umfassend den neuen Standard XPlanung in der Bauleitplanung.
Funktionsübersicht
Die Lösung bietet im Zusammenwirken mit der integrierten CAD-Software MicroStation alle Funktionen, die Sie zur Konstruktion, Fortführung, Analyse, Ausgabe und Präsentation von Flächennutzungsplänen benötigen.
Kartierung
- XPlanung-konforme Kartierung mit Hilfe der integrierten Planzeichenverordnung (PlanzVO).
- Umfassender Fundus professioneller Konstruktionsfunktionen durch MicroStation-Integration.
- Zugriff auf alle GeoBasisDaten des zentralen GeoDatenPools (ALB/ALK, ALKIS, Luftbilder, Topografische Karten etc.)
- Zugriff auf alle Fachplanbestände des zentralen GeoDatenPools (Umwelt und Grün, Straße und Verkehr, Versorgung und Entsorgung etc.)
- Planzeicheneditor für individuelle Fachbedeutungen über die PlanzVO und über XPlanung hinaus.
- Automatischer Flächenverschnitt
- Kartierung durch Flächenflutung
- Automatische Ableitung von schwarz-weißen Planvarianten.
- Automatische Legendenerstellung
- Automatische Flächenbilanzen
Sachbearbeitung, Auskunft
- Abruf von Flächenbilanzen (Liste, Diagramm, Druck).
- Erzeugen thematischer Begleitpläne anhand von Sachdaten aus der Datenbank.
- Plan-Projektionen auf das 3D-Gelände mit automatischem Geländeverschnitt.
- 3D-Ansichtsprojektionen
- Konsistenz-Analyse auf Fläche des Geltungsbereiches = Summe der Planflächen.
- Separate Bilanzierung von Umrandungsbereichen.
- Konsistenz-Analyse auf unzulässige Flächenüberlagerungen.
- Ausgabe von 2D- und 3D- PDF-Dateien.
- Plotten mit intelligenten Plotkompositionen.
- Analyse z. B. nach Flächentypen.
- Metadaten und Verfahrensvermerke
- Erheben von Metadaten für den internen Dienstgebrauch.
- Reporting Verfahrensvermerke
- Erheben von INSPIRE-konformen Metadaten.
- Bereitstellen der INSPIRE-konformen Metadaten für den WebCatalogueService auf dem GeoDatenInfrastruktur-Knoten.
- Anhängen geocodierter Dokumente, Fotos und Notizen an beliebige Strukturen des F-Planes durch Anwendung der Grafischen Dokumentenverwaltung.
Arbeitsvorbereitung, Administration
- XPlanung Import / Export
- F-Plan-Bereitstellung zur Ausgabe an den GeoDatenInfrastruktur-Knoten und an das Bauleitplan-Portal unter Nutzung der GDI-Knoten-Redaktion.
- Umwandeln Flächennutzungsplan "klassisch" nach XPlanung (optional).
- Einlesen von 3-dimensionalen Digitalen Geländemodellen.
- Erzeugen individueller Bildungsvorschriften für Thematische Begleitpläne.
- Erweitern der Planzeichenbibliothek
- Individualisierung von Reports, Listen und Diagrammen.
- Einlesen von Ausgangsplänen im DXF/DWG/DGN-Format.
Besonderheiten und Hinweise
XPlanung ist der von allen kommunalen Spitzengremien bestätigte neue Standard in der Bauleitplanung. Daher verpflichten Genehmigungsbehörden ihre Kommunen und dementsprechend auch Kommunen ihre Dienstleister zunehmend zur Datenübergabe / zum Datenaustausch im XPlanung-Format. Das ist für alle Beteiligten von größtem Vorteil, denn Datenaustauschprobleme, wie sie in der Vergangenheit an der Tagesordnung waren, lösen sich dadurch in Luft auf. Die Sachdatenmodelle und Schemata von XPlanung sind in Gaja®Matrix integriert.
Mit dem Gaja®Matrix GDI-Knoten werden Sie Teil der GeoDatenInfrastruktur Ihres Bundeslandes. Greifen Sie selbst per WebServices auf GeoBasisDaten und planungsrelevante Fachdaten zu, die auf externen Servern anderer Teilnehmer an der GDI-DE liegen. Offerieren Sie umgekehrt Ihren Vertragspartnern ebenfalls per WebServices den „Live“-Zugriff (nur lesend) auf relevante Planungsstände, z. B. im Rahmen laufender Abstimmungsprozesse. Erweitern Sie Ihren GDI-DE-Knoten um ein Bauleitplan-Portal für Träger öffentlicher Belange und für die Öffentlichkeit.
Die grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.
