Öko Konto

6.6 Ausgleichsflächen

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Einsatzbereich und Nutzen

Bauvorhaben sind Eingriffe in Natur und Landschaft. Nach dem Naturschutzgesetz und dem Baugesetzbuch müssen derartige Eingriffe im Geltungsbereich von Bebauungsplänen ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich kann räumlich entkoppelt werden, also an anderer Stelle als am Ort des tatsächlichen Eingriffes erfolgen. Außerdem können Maßnahmen zum Ausgleich bereits im Vorgriff auf Baumaßnahmen durchgeführt und zu einem späteren Zeitpunkt mit ihnen verrechnet werden.
Die Lösung unterstützt die Gemeinden im Rahmen der Pflichtaufgabe einer gesetzeskonformen Bauleitplanung bei Aufbau und Führung eines Flächen-Pools für den Ausgleich und der damit verbundenen Maßnahmen und Kontrollen zur ökologischen Entwicklung und Aufwertung vorhandener Biotop- und Flächenstrukturen. Angaben aus dem Flächen-Pool können mit der ÖkoKonto-führenden Stelle (meist beim Landkreis angesiedelt) ausgetauscht werden. Bei Bedarf kann mit Hilfe dieser Lösung auch ein sachgerechtes ÖkoKonto in eigener Regie geführt werden.

Funktionsübersicht

Zunächst wird die Lage und Ausdehnung von Ausgleichsflächen durch Nutzung einer Objektbibliothek in einem Fachplan kartiert. Die von der Ausgleichsmaßnahme betroffenen Flurstücke werden topologisch ermittelt. Andere Funktionen unterstützen bei der Bevorratung und Nutzung von Ausgleichsflächen für Bauvorhaben. Zu den Flächen können Angaben zum Ausgangszustand und Maßnahmen zur Aufwertung festgelegt und dokumentiert werden. Dazu werden Angaben zur ökologischen Wertigkeit von Biotopen aus der Lösung Biotope und Arten herangezogen.

Die Ausgleichsmaßnahmen werden inhaltlich komplett verwaltet vom Anlegen, dem Begutachten durch die Untere Naturschutzbehörde, die Definition und Bewertung des Ausgangszustandes und der Entwicklungsziele, der ökologischen Verzinsung und aller damit einhergehenden Maßnahmen. Optional können alle Bewegungen auf einem ÖkoKonto von der Einbuchung, der Kontoführung bis hin zur Ausbuchung in eigener Regie vorgenommen werden. Bereits gebuchte Flächen werden zur Vermeidung von Fehlern für andere Maßnahmen gesperrt.

Kartierung

Sachbearbeitung, Auskunft

  • Umfangreiche Such-, Recherche- und Informationsmöglichkeiten, auch mobil.
    • Auskunft und Recherche zu Ausgleichsflächen.
    • Abruf Themenkarten (z. B. Ausgleichsflächen nach Entwicklungszustand, Verfügbarkeit etc.)
    • Ausgabe von maßstäblichen Planauszügen.
  • Sachbearbeitung (auch mobil) zu Ausgleichsflächen.
    • Flächenstammdaten
    • Topologische Ermittlung betroffener Flurstücke.
    • Planerische Zielsetzung/Sicherung
    • Übernahme ökologischer Wertigkeiten aus Biotope und Arten.
    • Verfügbarkeit
    • Bestandsbewertung
    • Aufwertungspotenzial
    • Maßnahmenbeschreibung
    • Maßnahmendokumentation
    • Durchführung, Kontrolle
  • Sachbearbeitung (auch mobil) zur ÖkoKontierung.
    • Einbuchen von Maßnahmen/Flächen
    • Maßnahmenblatt Einbuchung
    • Ausbuchung von Maßnahmen/Flächen
    • Maßnahmenblatt Ausbuchung
    • Ausgabe aktueller Kontostand

Arbeitsvorbereitung, Administration

  • Erstellen und Anpassen von Themenkarten.
  • Erzeugen individueller Bildungsvorschriften für thematische Karten und Darstellungsvarianten.
  • Erweitern der Bibliothek der Fachbedeutungen für Ausgleichsflächen.
  • Individualisierung von Reports, Listen und Diagrammen.
  • Einlesen von Ausgangsplänen im DXF/DWG/DGN-Format.

Besonderheiten und Hinweise

Die grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.