Altlasten

6.4 Altlastenkataster

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Einsatzbereich und Nutzen

Unter Altlasten versteht man Altablagerungen und Altstandorte, von denen eine Gefährdung für die Umwelt, insbesondere für die menschliche Gesundheit, des Bodens und des Wassers, ausgehen kann.
Bei Altstandorten kann es sich beispielsweise um Grundstücke stillgelegter Anlagen, nicht mehr verwendete Leitungs- und Kanalsysteme oder sonstige Betriebsflächen handeln, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde. Altablagerungen sind stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert wurden.
Altablagerungen sind z. B. verlassene oder stillgelegte Ablagerungsplätze für kommunale oder gewerbliche Abfälle, illegale Ablagerungen aus der Vergangenheit, stillgelegte Aufhaldungen und Verfüllungen mit Produktionsrückständen oder auch Bauschutt.
Kenntnisse über Altlasten mit Hilfe eines professionell geführten Altlastenkatasters sind beispielsweise relevant für Standortplanungen, den Grundstücksverkehr, für die Wertermittlung von Grundstücken zur Vorbereitung der Doppik, für die Bauleitplanung im weitesten Sinne u. a. Frage- und Aufgabenstellungen.

Funktionsübersicht

Diese Lösung unterstützt die Erfassung und Erstbewertung (Phase I) von Altlastenverdachtsflächen entsprechend den Empfehlungen des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Kartierung

Sachbearbeitung, Auskunft

  • Umfangreiche Such-, Recherche- und Informationsmöglichkeiten, auch mobil.
    • Auskunft und Recherche zu Liegenschaften, Verdachtsflächen, Schadstoffen etc.
    • Abruf Themenkarten (z. B. farbcodierte Gefährdungspotenzialkarten).
    • Ausgabe von maßstäblichen Planauszügen.
  • Sachbearbeitung, auch mobil.
    • Geologische Kennwerte
    • Nutzung
    • Festgestellte Umweltbelastung
    • Schadstoffinventar (Schadstoffkatalog)
    • Sanierungsmaßnahmen

    Arbeitsvorbereitung, Administration

    • Erstellen und Anpassen von Themenkarten.
    • Erzeugen individueller Bildungsvorschriften für thematische Karten und Darstellungsvarianten.
    • Erweitern der Altlastenbibliothek.
    • Individualisierung von Reports, Listen und Diagrammen.
    • Einlesen von Ausgangsplänen im DXF/DWG/DGN-Format.

Besonderheiten und Hinweise

Die grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.