Abwassernetze

9.1 Abwassernetze

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Einsatzbereich und Nutzen

Diese Lösung unterstützt die Erfassung, Dokumentation, Analyse, Bewirtschaftung, Instandhaltung und die Auskunft rund um Netze und Anlagen der Abwasserentsorgung sowie den Vollzug der Eigenkontroll-VO.

Funktionsübersicht

Der Aufbau der Dokumentation von Abwassernetzen folgt den Regeln der DIN 2425, Teil 4 und den Maßgaben der ATV (Abwassertechnische Vereinigung). Das Kartieren erfolgt auf der Grundlage von Vermessungen (tachymetrisch oder GPS) oder im Zuge der Aufarbeitung bestehender analoger Kartenwerke, Bestandsrisse etc. bzw. der Veredelung vorhandener CAD-Zeichnungen. Als Kartierungshilfen können außerdem georeferenzierte Kartenwerke wie ALK bzw. ALKIS, Grundkarten mit Topografieergänzungen, präzise Luftbilder etc. herangezogen werden. Für die Bestandsdokumentation von Schächten, Haltungen, Hausanschlüssen, Sonderbauwerken und Armaturen stehen fachgerechte Objektbibliotheken und alle erforderlichen Zeichen- und Konstruktionsfunktionen zur Verfügung. Während der Kartierung entsteht automatisch die Netzlogik.
Alternativ besteht die Möglichkeit zum Import von ISYBAU-Daten, aus denen die Lösung die zugehörige Abwassernetz-Dokumentation lage- und fachgerecht vollautomatisch rekonstruiert und kartiert.
Jedem Objekt des dokumentierten Bestandes können aus einem fachgerecht aufgebauten Datenmodell alle erforderlichen Sachdaten wie Stammdaten, Materialdaten, Betriebsdaten, Hydraulikdaten, Wartungsdaten, Umweltbezugsdaten, Kostendaten etc. zugeordnet werden.
Logische Netzverfolgungen anhand diverser Kriterien sind ebenso möglich wie das Erstellen von Längsschnitten. Standen 3-dimensionale Vermessungsdaten mit x-y-z-Koordinaten der Schächte zur Verfügung, gibt der Längsschnitt neben dem Verlauf der Schachtsohlen auch den realen Geländeverlauf wieder.
Inspektionsergebnisse aus Kanalbefahrungen zur Feststellung des Istzustandes der Kanalisation und ihrer Teile können ebenfalls über ISYBAU-Datenimporte dokumentiert, angezeigt und analysiert werden. Die Schadensdaten werden anhand der ATV-Kürzel lage- und fachgerecht am Netz angezeichnet.

Kartierung

  • Kartieren aller Netzobjekte
  • Automatisiertes Ausbilden der Netzlogik.
  • Bestandspläne
  • Zustandspläne
  • Kartierung von Sonderbauwerken
  • Erzeugen einer Kilometrierung
  • Geocodierte Zustandsdokumentation mit Dokumenten, Photos, Notizen etc.
  • Mobile Kartierung ausgewählter Objekte.
  • Automatisierte Kartierung anhand von eingelesenen ISYBAU-Daten.

Sachbearbeitung, Auskunft

  • Auskunft und Recherche, auch mobil
    • Suche nach Schächten, z. B. über Schachtnummer, Schachttyp etc. oder grafische Selektion.
    • Suche nach Haltungen, z. B. über Haltungsnummer, Haltungsdaten, Schadensklasse, Schäden, Inspektionsdaten etc. oder grafische Selektion.
    • Suche nach Schäden, Hauseinläufen etc.
    • Recherche nach Sonderbauwerken.
    • Maßstäbliche Planauskünfte
    • Zugriff auf alle GeoBasisDaten des zentralen GeoDatenPools (ALB/ALK, ALKIS, Luftbilder, Topografische Karten etc.)
    • Zugriff auf alle Fachplanbestände des zentralen GeoDatenPools (Umwelt und Grün, Straße und Verkehr, Bauleitplanung und Stadtentwicklung etc.)
    • Nutzung von Darstellungsvarianten für Anschriebe.
    • Sachdateneinblendung an Netzelementen aus der Datenbank.
    • Tooltips (Informationsfenster) bei Objektberührung mit der Maus.
    • diverse vorgefertigte Berichte (z. B. Detailbericht Schachtdaten, Haltungsdaten etc.)
    • diverse vorgefertigte Auswertungen (z. B. Länge der bereits kartierten Haltungen etc.)
    • Längsschnitte
  • Sachbearbeitung an den Netzobjekten, auch mobil.
    • Stammdaten
    • Wartungsdaten
    • Zustandsdaten, Zustandsbewertung
    • Hydraulikdaten
    • Kostendaten
    • Spüldaten
    • Umweltbezugsdaten
    • Zuordnung von Dokumenten und Fotos
    • Erstellen von Schachtscheinen und Leitungsauskünften
    • Schadensklassifizierung nach ATV
    • Erzeugen von Darstellungsvarianten (z. B. Zustandspläne)

Arbeitsvorbereitung, Administration

  • Erstellen und Anpassen von Themenkarten.
  • Erzeugen individueller Bildungsvorschriften für thematische Karten und Darstellungsvarianten.
  • Erweitern der Bibliothek der Fachbedeutungen für Netzelemente, Bauwerke, etc.
  • Individualisierung von Reports, Listen und Diagrammen.
  • Einlesen von Ausgangsplänen im DXF/DWG/DGN-Format.
  • Übernahme von Dienstleisterdaten durch Definition, Interpretation und Umsetzung von Werkvorschriften mit Hilfe der Lösung Werkvorschriftenumsetzer.

Besonderheiten und Hinweise

Die grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.