1.3 ALKIS / ATKIS / AFIS (AAA)
Einsatzbereich und Nutzen
Das Liegenschaftskataster hat in Deutschland eine besondere Funktion. Es ergänzt das Grundbuch als amtliches Verzeichnis. Im Liegenschaftskataster werden die Grundstücksvermessungen dokumentiert und auf Karten dargestellt. Die so vorhandenen Daten wurden im Rahmen des Projektes AAA (ALKIS-AFIS-ATKIS) der Landesvermessungen nach den internationalen Standards des OGC (Open Geospatial Consortium) und des W3C (World Wide Web Consortium) und nach Normen der ISO (Internationale Organisation für Normung) neu strukturiert.
ALKIS ist das Amtliche LiegenschaftsKataster-InformationsSystem. Es dient der integrierten Führung der Sach- und Grafikdaten des Liegenschaftskatasters und bildet im Gegensatz zur bisherigen Verfahrensweise alle Datenbestände aus Liegenschaftskarte (ALK), Liegenschaftsbuch (ALB) und dem Punktnachweis des Liegenschaftskatasters gemeinschaftlich ab.
AFIS ist das Amtliche FestpunktInformationsSystem und beinhaltet die Daten der Festpunktfelder der Landesvermessung.
ATKIS ist das Amtliche Topographisch-Kartographische InformationsSystem. Es dient der Führung der geotopografischen Daten, also des Digitalen LandschaftsModelles (DLM), der Digitalen Topographischen Karte (DTK) und des Digitalen GeländeModelles (DGM). Das neue ATKIS ermöglicht seitens der Landesvermessung eine integrierte Bearbeitung vom DLM und DTK und das unmittelbare Ableiten aktueller Rasterdaten.
Insbesondere ALKIS-Daten müssen einheitlich und aktuell an jedem PC in der Verwaltung bzw. im Unternehmen insbesondere aus Gründen der Rechtssicherheit abrufbar sein, an denen MitarbeiterInnen mit der Bearbeitung raumbezogener Aufgaben befasst sind.
Sobald Ihre Katasterverwaltung nur noch ALKIS-Daten für Ihr Verwaltungsgebiet zur Verfügung stellt, können die bisherigen Schnittstellen für ALK- und ALB-Daten nicht mehr verwendet werden.
Auch die Übernahme von Differenzdaten über den bisherigen BezieherSekundärNachweis (BZSN) ist dann nicht mehr möglich. Statt dessen kommt das NBA-Verfahren (Nutzerbezogene BestandsdatenAktualisierung) zur Anwendung, bei dem alle Veränderungen, die in einem zurückliegenden Zeitraum stattgefunden haben, der zeitlichen Reihenfolge nach aufgeführt werden.
Transformation des Datenprojektes auf ETRS89/UTM:
Im Zusammenhang mit der Einführung von ALKIS muss Ihr Datenprojekt von den bisherigen Gauss-Krüger-Koordinaten in das Europäische Raumbezugssystem ETRS89/UTM transformiert werden.
Funktionsübersicht
Die Lösung bietet alle Funktionen zur Integration der ALKIS-Daten, der AFIS-Daten und ausgewählter ATKIS-Daten der Katasterverwaltungen in den zentralen OpenGIS-DatenPool von Gaja®Matrix. Außerdem liefert sie ALKIS-Daten und weitere ausgewählte AFIS- und ATKIS-Daten an jeden PC am Standort der Verwaltung bzw. des Unternehmens, wo sie je nach Bedarf für Auskünfte und/oder als einheitliche Kartier- und Arbeitsgrundlage Verwendung finden können.
- Aufbau und Laufendhaltung des ALKIS-Datenbestandes im zentralen OpenGIS-DatenPool.
- Auskünfte einfach und einheitlich abrufbar durch alle Sachgebiete ( = Rechtssicherheit).
- ALKIS als einheitliche Arbeitsgrundlage für alle Sachgebiete ( = Rechtssicherheit).
Sachbearbeitung, Auskunft
- Verwaltungsweite / unternehmensweite ALKIS-Auskunft
- ALKIS-Reports
- Maßstäbliche ALKIS-Ausdrucke + ALKIS-Listen
- Erfassen von Dokumenten an ALKIS-Flurstücken
Arbeitsvorbereitung, Administration
- ALKIS-AFIS-ATKIS-Übernahme über die Lösung ALKIS / ATKIS / AFIS-Import (NAS-Schnittstelle):
Die Datenübernahme nach Gaja®Matrix erfolgt für alle AAA-Daten über die neue Gaja®Matrix Schnittstelle NAS (Normbasierte AustauschSchnittstelle), die ankommende ALKIS-Daten und weitere ausgewählte Daten direkt in die Gaja®Matrix OpenGIS-Datenbank schreibt. - Historie über das NBA-Verfahren:
Die Übernahme von Differenzdaten über den bisherigen BezieherSekundärNachweis (BZSN), wie sie im Rahmen des Vorgänger-Schnittstellenverfahrens EDBS-Import zur Anwendung kam, entfällt im Rahmen von ALKIS. Statt dessen kommt das NBA-Verfahren (Nutzerbezogene BestandsdatenAktualisierung) zur Anwendung, bei dem alle Veränderungen, die in einem zurückliegenden Zeitraum stattgefunden haben, der zeitlichen Reihenfolge nach aufgeführt werden - Individualisierung von ALKIS-Ausdrucken
- Individualisierung von ALKIS-Reports
Besonderheiten und Hinweise
Als Nachfolgeverfahren, das gegenwärtig in Verantwortung der Bundesländer eingeführt wird, fasst die ehemals getrennten Daten von ALB und ALK zusammenfassen (siehe ALB/ALK). Durch die
Zusammenführung von ALB und ALK werden die Probleme der Datenredundanz
und damit die Fehlerquellen aufgrund nicht identischer Datensätze
behoben. Dies war eines der Hauptprobleme in der Anwendung der ALK und
des ALB, da beide Datensätze parallel gepflegt werden mussten. Die Notwendigkeit der nachträglichen Verknüpfung entfällt kommplett.
Die Datenübernahme nach Gaja®Matrix erfolgt zukünftig für alle AAA-Daten über die neue NAS-Schnittstelle (Normbasierte AustauschSchnittstelle), die ankommende ALKIS-Daten direkt in die Gaja®Matrix OpenGIS-Datenbank schreibt.
Sobald Ihre Katasterverwaltung nur noch ALKIS-Daten für Ihr Gebiet zur Verfügung stellt, können die bisherigen Schnittstellen und Lösungen für ALK- und ALB-Daten nicht mehr verwendet werden. Als Alternativen stehen im Rahmen der Gaja®Matrix Softwarepflege die Lösungen ALKIS-AFIS-ATKIS und die Lösung NAS-Schnittstelle (ALKIS-AFIS-ATKIS-Import) zur Verfügung. Auch die Übernahme von Differenzdaten über den bisherigen BezieherSekundärNachweis (BZSN) ist dann nicht mehr möglich. Statt dessen kommt das NBA-Verfahren (Nutzerbezogene BestandsdatenAktualisierung) zur Anwendung, bei dem alle Veränderungen, die in einem zurückliegenden Zeitraum stattgefunden haben, der zeitlichen Reihenfolge nach aufgeführt werden.
Außerdem müssen im Zusammenhang mit der Einführung von ALKIS bereits bestehende Datenprojekte von den bisherigen Gauss-Krüger-Koordinaten in das Europäische Raumbezugssystem ETRS89/UTM transformiert werden. Alle dafür erforderlichen Leistungen erhalten Gaja®Matrix-Kunden im Rahmen des GDI-DE-Innovationspaketes.
Die Grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung
werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über
den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie
und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz,
Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf
interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.
